Erster Ökumenischer Bibelkurs auf dem Schwanberg erfolgreich abgeschlossen


Am Sonntag, den 12. Juni 2016, wurde auf dem Schwanberg der gelungene Abschluss eines ganz besonderen Projektes gefeiert: Der erste Ökumenische Bibelkurs hat gezeigt, dass katholische und evangelische Christinnen und Christen nicht nur gemeinsam die Bibel lesen können, sondern dabei viel voneinander und miteinander lernen.
Das Katholische Bibelwerk in der Diözese Würzburg hat in den vergangenen zwölf Jahren schon in acht verschiedenen Grund- und Aufbaukursen viel Erfahrung mit solchen mehrteiligen Kursen für erwachsene Ehrenamtliche gesammelt. Gemeinsam mit dem Geistlichen Zentrum Schwanberg und dem Katholischen Bibelwerk im Erzbistum Bamberg und mit finanzieller Unterstützung des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg und des Vereins “Andere Zeiten” wurde nun zum ersten Mal ein Bibelkurs in ökumenischer Ausrichtung geplant und durchgeführt. Vor allem in ehrenamtlichem Engagement wurden zwischen Januar und Juni 2016 vier Wochenenden und ein fünftägiger Kursblock durchgeführt.
25 TeilnehmerInnen, evangelisch und katholisch, Frauen und Männer aus ganz Deutschland (mit Schwerpunkt Nordbayern) entdeckten immer zusammen mit einem Zweierteam von Referentinnen und Referenten, die auch aus verschiedenen Kirchen kamen, eine Vielfalt biblischer Themen und Texten: Nach “Anfänge in der Bibel, Anfangen mit der Bibel” stand unter dem Titel „Hört das Wort! Prophetisches im Alten und im Neuen” auf dem Programm. Kurz vor Ostern setzte der Kurs sich an einem Wochenende mit Passion und Auferstehung Jesu auseinander, während das lange Christi-Himmelfahrts-Wochenende dazu genutzt wurde, das Lukas-Evangelium “von Grund auf und der Reihe nach” am Stück zu lesen. Den Abschluss machten “Die Kirche(n), der Heilige Geist und die Freiheit”.
Als Referentinnen und Referenten des Kurses waren neben Dr. Ursula Silber, die den größten Teil der organisatorischen Arbeit bewältigt hatte, auch Claudio Ettl vom Bibelwerk Bamberg, Pfr. Burkhard Hose vom Bibelwerk Würzburg, Pfr.in i.R. Annegret Lingenberg, Pfr.in Kira Busch-Wagner, Schwanbergpfarrer Harald Vogt und Pastoralreferent Dr. Stefan Silber tätig.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich hochmotiviert und interessiert. Manche hatten schon früher einen eigenen Zugang zur Bibel, für andere stellt dieser Kurs einen Anfang dar. Viele äußerten abschließend, dieser Kurs sei für sie gerade das Richtige zur rechten Zeit gewesen. Durch die methodisch differenziert aufbereiteten Kurseinheiten konnten alle etwas für sich mitnehmen und auch von sich einbringen. Die intensive Verbindung von wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Bibel und persönlicher, spiritueller Aneignung, die auch in den vergangenen Jahren die Würzburger Bibelkurse geprägt hat, erwies sich einmal mehr als Erfolgskonzept. Die Rückmeldungen an den einzelnen Wochenenden und beim Abschluss des Kurses waren durchweg positiv, teils enthusiastisch.
Eine ganz besondere Note erhielt der Kurs durch die Einbindung in den geistlichen Rahmen der Schwesterngemeinschaft von der Communität Casteller Ring. Die Unterbrechung des Bibelstudiums durch die Gebetszeiten und den Gottesdienst am Sonntagmorgen wurden als Vertiefung und Verbindung mit dem eigenen und gemeinsamen Glauben erfahren. Das war vielen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr wichtig und wertvoll. Zu dieser Verbindung mit der Communität trugen auch die beiden Kursbegleiterinnen, Sr. Ruth Meili und Sr. Anke Schmidt, bei. Priorin Sr. Heidrun Schörk ließ es sich nicht nehmen, die Kurszertifikate persönlich zu überreichen.
Ob dem ersten Ökumenischer Bibelkurs auf dem Schwanberg weitere folgen können, wird u.a. von einer auch zukünftig zu sichernden Finanzierung abhängen. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen würden jedenfalls sicher mit Begeisterung neue Teilnehmer werben.

Dr. Stefan Silber

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